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verzicht & veränderung

Ich verzichte gerade auf Kaffee – äh spinn ich? Ja, ehrlich gesagt. Kaffee ist meine absolute Lieblingsdroge im Alltag. Und ohne Kaffee funktioniere ich schlecht. Kennst du das?

Wieso dann der ganze Quatsch? Mein Körper hat mir einfach eine leise Frage gestellt: “Was brauche ich gerade wirklich?”

Mein Körper hat mir ganz deutlich gezeigt, dass er überdreht ist, überhitzt, wenn er weiterhin auf hoher Drehzahl (hohl-)dreht. Mein Ziel war ganz klar: Cortisol runter, Lebensqualität rauf. Mein Ziel war nicht Leistung, sondern Entlastung.

Mir geht es dabei weniger ums Optimieren, sondern darum, wieder mehr in Kontakt zu kommen. Mit mir. Also habe ich beschlossen Druck rauszunehmen und meinem Unterbewusstsein hier besonders Gehör zu schenken, denn ich möchte eine Kooperation mit meinem Unbewussten, eine noch bessere Vertrauensebene aufbauen. Ich möchte meinem Unbewusstem wieder mehr Raum geben. Ich möchte ihm zuhören, nicht es verändern. Mit meinem Tempo.

Und ich kann euch sagen, mir war nicht bewusst, was dieses Selbstexperiment auslösen wird an positiven Konsequenzen. In der ersten Woche hat sich vieles verändert – manches angenehm, manches herausfordernd. Ganz unterschiedlich, von Tag zu Tag.
– die Tage fühlen sich länger an,
– die ersten Tage habe ich gar nicht funktioniert wie bekannt,
– die Verdauung ist komplett anders,
– Brainfog für eine ganze Woche,
– keine Energie,
– auch mein Fühlen war komplett verändert bis zwischendurch auch mal weg,
– meine Haut ist besser,
– mein Schlaf ist tiefer,
– ich schwitze weniger,
– mein Hunger ist anders,
– u.v.m.

Und ich kann euch sagen, ich habe oft daran gedacht, einfach einen Kaffee zu trinken, und den Entzug zu beenden.

Jetzt nach einer Woche bin ich dankbar, dass ich dran geblieben bin. Nicht aus Disziplin – sondern aus Neugier. Es fühlt sich seit zwei Tagen so an, als ob ich wieder ich bin, als ob ich mich wieder fühlen kann, und zwar mehr als vor dem Kaffeeverzicht. Es fühlt sich für mich seit zwei Tagen wieder stimmiger an. Wach sein, ohne mich anzuschieben. Mich spüren – auch meine gesunden Grenzen. Ich habe Lust auf die Tage.

Irgendwie hat das Experiment nicht nur Druck rausgenommen, sondern auch einfach aufgelöst.

Und ganz wichtig: Ich verzichte nicht auf Tee. Heißt, mein Körper hat immer noch Koffein, und doch so viel weniger Stress. Mein Doshatyp (Ayurveda – die Lehre vom Leben) hat eh nicht so viel Lust auf Kaffee.

Also, wozu das Alles?
Früher habe ich oft Heilfasten praktiziert. Mittlerweile sehe ich das ein wenig anders, da ich nach immer sanfteren und nachhaltigeren Wegen suche, meine Ziele zu erreichen. Also suche ich nach dem einen Ding, nach der einen Sache, die ich vielleicht weglassen kann, kurzzeitig oder längerfristig.

Machst du auch manchmal Experimente? Was würdest du gerne einmal ausprobieren? Gibt es etwas, dass dich neugierig macht? Ein kleines Experiment vielleicht – ganz in deinem Tempo?

Veränderung geschieht immer von Innen heraus. Nicht durch Druck, sondern durch Lauschen und durch eine gesunde Beziehung zu deinem Inneren, deinem Unbewussten.

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