Definition Lösungsorientierung
Bei lösungsorientiertem Denken und Handeln wird der Fokus auf gut funktionierende Abläufe gelenkt, anstatt die Ursachen von Problemen zu ergründen. Lösungsorientierte Menschen richten ihre Aufmerksamkeit auf Chancen und Alternativen und probieren immer wieder neue Möglichkeiten aus, wenn etwas nicht funktioniert. So ist Lösungsorientierung eine Fähigkeit, die in jeder Situation hilfreich ist und proaktives Handeln einleitet. Übungen zur Verbesserung des lösungsorientierten Denkens und Handelns haben u.a. ihre Wurzeln in der „lösungsorientierten Kurzzeittherapie“ von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg (Heller, 2013).
Lösungsorientierte Menschen
- Lösungsorientierte Menschen streben danach, in Problemsituationen mögliche Lösungen bzw. Auswege aus einer schwierigen Situation zu finden (Kline & Short, 1991; Egeland et al., 1993).
- Sie lassen das zurück, was hinter ihnen liegt und konzentrieren sich auf das, was vor ihnen liegt.
- Sie lenken ihre Aufmerksamkeit vorwiegend auf den Weg, der aus der Problemsituation hinausführt und nicht darauf, was ihre Situation so schwierig gemacht hat oder wer ihnen welche Steine in den Weg gelegt hat (Gruhl, 2008).
- Dabei ist es wichtig, ein klares Ziel zu definieren, auf das Sie hinarbeiten möchten.
- Der Entschluss, die schwierige Situation hinter sich zu lassen bzw. diese zu verändern, gibt bereits neue Kraft (Werner & Smith, 1982).
- Um nach möglichen Lösungen zu suchen, ist es unumgänglich, offen für neue Ideen zu sein und ungewohnte Perspektiven einzunehmen, sowie kreativen und originellen Gedankengängen freien Lauf zu lassen und sie ernst zu nehmen.
- Lösungsorientiert sein heißt auch, Teillösungen oder vorläufige Lösungen annehmen und umsetzen zu können (Gruhl, 2008).
