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Löwenzahnsalbe selbst herstellen

Löwenzahnsalbe ist zu einem treuen Begleiter für mich geworden. Ob nach der Gartenarbeit, dem Bouldern, oder weil mich doch mal wieder etwas gestochen hat – Löwenzahnsalbe tut mir einfach gut.

Außerdem ist sie leicht selbst herzustellen, aufzubewahren, und man kann sie sogar theoretisch essen. Deshalb nutze ich sie, auch wegen dem feinen Duft, gerne als Lippenpflege.

Löwenzahnsalbe herstellen

Sammel den Löwenzahn in seiner vollen Blüte, am besten zur Mittagszeit.

Ich lasse die Köpfe in der Sonne oder im Backofen antrocknen, um etwas von der Feuchtigkeit heraus zu nehmen.

Anschließend werden die Löwenzahnköpfe im warmen Ölbad für mehrere Stunden erhitzt. Als Öl kannst du jedes Öl in Bio Qualittät nutzen. Ich habe Leinöl, Rapsöl, Kokosöl oder auch Schweinefett verwendet.

Anschließend lasse ich die Mischung abkühlen, verschließe sie dicht und lasse das ganze für 2-4 Tage ziehen. Wichtig ist dabei, dass die Blüten vollständig mit Öl bedeckt sind.

Nach der Ruhezeit siebe ich die Blüten ab, erhitze den Ölaszug im Wasserbad und gebe Bienenwachs hinzu. Mann kann auch ätherische Öle beimischen. Hier hast du freie Hand. Ich habe mich für Lavendel und Teebaumöl entschieden. Auch Schwarzkümmelöl kann man beimischen um Zecken abzuhalten.

Sobald das Bienenwachs vollständig geschmolzen ist, fülle ich die Salbe in Glasgefäße und lasse sie abkühlen. Zur Aufbewahrung habe ich sie gerne im Kühlschrank.

Fertig!

Anwendungsgebiet

  • rissige Haut
  • Insektenstiche
  • antibaktieriell

Was kannst du noch aus Löwenzahn herstellen:

  • Löwenzahnhonig
  • Löwenzahnmarmelade
  • Löwenzahntee
  • Löwenzahnwurzeltinktur

Innerlich angewendet ist der Löwenzahn eine Wohltat für die Leber. Möchtest du mehr dazu wissen? Wie auch du deiner Leber etwas gutes tun kannst?

Wildkräuter und Heilpflanzen erkennen

Löwenzahn kann man leichter erkennen als andere Wildpflanzen. Dennoch ist es wichtig beim Sammeln in der Natur Vorsicht walten zu lassen. Ich gebe dir 3 wichtige Tipps mit auf den Weg. Und grundsätzlich gilt:

Weniger ist mehr !

1. Sammeln

  • Gefährde niemals den Bestand: Lasse immer so viel stehen, dass die Tiere genügend Nahrung und Zuhause haben und die Pflanze sich regenerieren kann.
  • Sei dankfür für das Geschenk und die Fülle der Natur und hinterlasse keinen Müll!
  • Es gibt Orte, die strikt zu meiden sind: Neben vielbefahrenen Straßen, Naturschutzgebiete, gedüngte Felder, Weiden von Schafen, Pferden, Rindern und an Gassi-Wegen. Bei Privatgrund frage bitte immer den Eigentümer.
  • Sammel in Ruhe und mit viel Zeit.

2. Erkennen

  • Sammel nur Pflanzen, die du sicher kennst. Falls nicht ziehe fachkundigen Rat zur Hand oder besuche einen Kräuterkurs.
  • Benutze alle deine Sinne: Anfassen, Riechen, genau Betrachten.
  • Welche Pflanzen stehen in der Nachbarschaft?
  • Sieht die Pflanze aus wie du sie kennst und entsprechend der Jahreszeit?

3. Lass dir Zeit

  • Kräuter haben ihre eigene Zeit. Bärlauch wächst z.B. nur im Frühling (März – Mai)
  • Benutze einen Sammelkalender
  • Lass auch dir Zeit eine Pflanze nach und nach kennen zu lernen. Beschäftige dich mit ihren Eigenschaften und lernt euch besser kennen.